August Ludwig von Schlözer b. 5 Juli 1735 d. 9 September 1809

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Person:479557
Sippe (bei der Geburt) Schlözer
Geschlecht männlich
Gesamter Name (bei der Geburt) August Ludwig von Schlözer
Eltern

Johann Georg Friedrich Schlözer d. 1740

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Ereignisse

5 Juli 1735 Geburt:

18 August 1770 Geburt eines Kindes: Dorothea Schlözer (von Rode-Schlözer) b. 18 August 1770 d. 12 Juli 1825

18 August 1774 Geburt eines Kindes: Christian Schlözer b. 18 August 1774 d. 1831

9 September 1809 Tod:

Anmerkungen

August Ludwig von Schlözer, auch unter dem Pseudonym Johann Joseph Haigold schreibend und manchmal Schlötzer geschrieben (* 5. Juli 1735 Gaggstatt (Grafschaft Hohenlohe-Kirchberg, heute Kirchberg an der Jagst); † 9. September 1809 in Göttingen) war ein deutscher Historiker, Staatsrechtler, Schriftsteller, Publizist, Philologe, Pädagoge und Statistiker der Aufklärung.

Schlözer, Sohn des Pfarrers Johann Georg Friedrich Schlözer († 1740), begann 1751 ein Theologiestudium an der Universität Wittenberg. Dem Ruf des berühmten Orientalisten Johann David Michaelis folgend, setzte er seine Studien in Göttingen fort. Um sein Bibelverständnis zu vertiefen, studierte er Geographie und Sprachen des Orients zur Vorbereitung einer Reise nach Palästina. Das Vorhaben, das er lange intensiv verfolgte, ist bezeichnend für die Art seines Denkens: Für ein theoretisches Problem suchte er durch praktische Erprobung eine vertiefte Erkenntnis. Er war außerordentlich begabt, Fremdes produktiv aufzunehmen; hinzu trat sachliches Engagement und eine ungewöhnliche Arbeitskraft. So studierte er auch Medizin und Staatswissenschaften. Drei Jahre als Hauslehrer in Schweden genügten ihm, um in schwedischer Sprache wissenschaftliche Arbeiten schreiben zu können. Sein Versuch einer allgemeinen Geschichte der Handlung und Seefahrt in den ältesten Zeiten (1758), 1761 ins Deutsche übersetzt, ist ein Beispiel seiner Geschichtsschreibung, die lebensweltliche mit ökonomischen und politischen Faktoren verbindet, um zu einer vollständigeren geschichtlichen Erkenntnis zu gelangen.

Von 1761 bis 1770 in Russland, zunächst als Hauslehrer, dann als Adjunkt der Petersburger Akademie der Wissenschaften und Lehrer für russische Geschichte, nahm er sehr schnell die Anforderungen seiner neuen Umgebung auf und vertiefte sich in die Quellen zur russischen Geschichte. Aus dieser Beschäftigung entstand sein Hauptwerk, die Edition der altrussischen Nestorchronik (1802-1809), die genaue Kenntnis und Reflexion der historischen Methode belegt. Zar Alexander I. würdigte seine Verdienste um die russische Geschichte durch Nobilitierung. Mit seiner Berufung zum ordentlichen Professor in der Philosophischen Fakultät der Göttinger Universität hatte Schlözer seine Bestimmung gefunden. Er lehrte zunächst Universalgeschichte, nach dem Tod Gottfried Achenwalls auch Statistik, Politik, neuere Staatengeschichte und Staatsrecht. Als Lehrer faszinierte er seine Studenten, unter ihnen künftige Politiker und Beamte wie Heinrich Friedrich Karl vom Stein und Karl August von Hardenberg, durch sein didaktisches Geschick, die Gegenwartsbedeutung historischer Erkenntnis offenzulegen, seine freimütige Kritik an jeder obrigkeitlichen Willkür und sein leidenschaftliches politisches Temperament.

Von Großeltern zu Enkelkinder

Eltern
Eltern
 
== 2 ==
August Ludwig von Schlözer
Geburt: 5 Juli 1735
Tod: 9 September 1809
== 2 ==
Kinder
Christian Schlözer
Geburt: 18 August 1774
Hochzeit:
Tod: 1831
Dorothea Schlözer (von Rode-Schlözer)
Geburt: 18 August 1770
Hochzeit: Mattheus Rodde
Tod: 12 Juli 1825
Kinder
Enkelkinder
Enkelkinder
Rodde
Schlözer