Friedrich Ernst von Bülow b. 5 Oktober 1736 d. 4 Mai 1802
| Sippe (bei der Geburt) | Bülow |
| Geschlecht | männlich |
| Gesamter Name (bei der Geburt) | Friedrich Ernst von Bülow |
| Eltern
♂ Gotthard Heinrich August von Bülow b. 17 Juni 1704 d. 1769 ♀ Anna Adelheid von Alvensleben b. 1712 | |
| Wiki-page | wikipedia:de:Friedrich_Ernst_von_Bülow |
Ereignisse
5 Oktober 1736 Geburt: Essenrode
Hochzeit: ♀ Dorothea Sophia Juliane von der Hagen d. 1 März 1762
Hochzeit: ♀ Eleonore Louise Margarethe von Behr b. 4 Mai 1746 d. 15 November 1818
23 Februar 1762 Geburt eines Kindes: Verden, ♂ Friedrich Wilhelm August Werner von Bülow b. 23 Februar 1762 d. 4 September 1827
8 November 1784 Geburt eines Kindes: Herzogtum Kurland und Semgallen, Polen-Litauen, ♂ Friedrich Ernst von Bülow b. 8 November 1784 d. März 1813
4 Mai 1802 Tod: Celle
Anmerkungen
Friedrich Ernst von Bülow (* 5. Oktober 1736 in Essenrode; † 4. Mai 1802 in Celle) war ein kurhannoverscher Offizier, Gutsbesitzer und Landschaftsdirektor.
Friedrich Ernst entstammte dem mecklenburgischen Uradelsgeschlecht derer von Bülow und war der Sohn des Gutsbesitzers Gotthard Heinrich August von Bülow († 1769) auf Essenrode. Er wurde als Page ausgebildet und diente als Fähnrich bei der kurhannoverschen Fußgarde. Mit Ausbruch des Siebenjährigen Krieges wechselte er in das vom Grafen Georg Ludwig von der Schulenburg errichtete Jägerkorps über, das seit 1759 von Oberst Wilhelm von Freytag befehligt wurde. Mit seiner Truppe war er unter dem Oberkommando von Herzog Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel auf Kriegsschauplätzen in Westfalen, Hessen und Hannover eingesetzt und nahm an der Schlacht bei Minden teil. Bülow bewies Mut und Geschick und erwarb sich Ansehen, so dass er als einer der jüngsten Capitäns von Ferdinand von Braunschweig häufiger mit dem Kommando über größere Einheiten und schwierige Aufträge betraut wurde.
1761 wurde Bülow zum Major befördert und kurz vor dem Friedensschluss an das Infanterieregiment „Bock“ versetzt. Im Garnisonsdienst fand er keine Erfüllung, so dass er den Dienst quittierte und 1769 nach dem Tod des Vaters die Leitung des Guts Essenrode in einer Zeit übernahm, als sich eine Agrarreform bereits abzeichnete. Bülow glaubte schon früh an die Gemeinheitsteilung und Verkoppelung, Abschaffung des Naturalzehntens und der Hofedienste. Um 1783 gelang es ihm, mit ’seinen’ Bauern einen Vergleich zu schließen, der sein Gut Essenrode arrondierte und der Gemeinschaft mit den Bauernfeldern enthob. Sein Beispiel, eines der ersten einer durchgeführten Teilung, wirkte auf andere Gutsbesitzer, weil sich die Pachtzinsen auf diese Weise deutlich erhöhen ließen. Im etwa gleichen Zeitraum erwarb von Bülow einen Komplex vernachlässigter Güter in Mecklenburg, auf denen er Bauern ihre Höfe in Erb- oder Zeitpacht gab, anstatt sie zu legen.
1770 wurde Bülow von der lüneburgischen Ritterschaft zum Schatzrat und 1778 zum Landrat gewählt. 1780 ernannte ihn König Georg III. zum Landschaftsdirektor und Abt zu St. Michaelis. Als Abt veränderte er die Wirtschaftsführung auf den Gütern des Stifts und befreite die Klosterforsten von Dienstbarkeiten. Die Lüneburger Saline erhielt unter seiner Leitung eine neue Verfassung, und durch Veränderung der Bewirtschaftungsweise wurde die Effizienz gesteigert. Nebenher begründete er nahe Lüneburg auf unfruchtbarem Heideboden einen Musterhof auf eigene Rechnung. 1792 wurde er zum Direktor der Königlichen Landwirthschaftsgesellschaft zu Celle gewählt. Für Albrecht Daniel Thaer war Bülow „Freund und Lehrer.“
Von Großeltern zu Enkelkinder
Hochzeit: ♂ w Christian Ludwig von Hardenberg , Essenrode
Tod: 1 September 1809, Bayreuth
Hochzeit: ♂ Johann Jakob Schönjann
Hochzeit: ♂ Friedrich Ernst von Bülow , Russisches Kaiserreich
Tod: 1840
Hochzeit: ♀ Louisa Sophia von Bulow , Russisches Kaiserreich
Tod: 1880, Russisches Kaiserreich
